← Zurück zur News-Übersicht
Kurz & Klar

Trump ordnet Cannabis-Umstufung an – DEA bremst

Trump vs DEA Cannabis
Trump vs. DEA: Die Executive Order ist da, aber die Umsetzung bleibt unklar.

Was ist passiert?

Am 18. Dezember 2025 unterzeichnete Trump eine Executive Order zur Umstufung von Cannabis von Schedule I (höchst gefährlich) auf Schedule III (moderate Gefahr).

Doch drei Wochen später ist unklar, wann die Änderung tatsächlich kommt. Die DEA erklärt, der Berufungsprozess "bleibe anhängig".

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump ordnete am 18. Dezember 2025 die Umstufung an
  • DEA sagt: Berufungsprozess bleibt anhängig – kein Zeitplan
  • 48 Republikaner unterzeichneten Briefe gegen die Umstufung
  • Ex-Justizminister Bill Barr bereitet Klagen vor
  • 280E-Steuerersparnis unklar – könnte Jahre dauern

Was bedeutet Schedule III?

Schedule I-Drogen (Heroin, LSD, Cannabis) gelten als höchst gefährlich ohne medizinischen Nutzen.

Schedule III (Ketamin, Testosteron) erkennt medizinische Anwendungen an und stuft das Missbrauchspotenzial als moderat ein.

Cannabis würde NICHT legalisiert – aber die medizinische Nutzung offiziell anerkannt.

Die 280E-Steuer

Die 280E-Steuer verbietet Cannabis-Unternehmen, normale Betriebsausgaben steuerlich abzusetzen. Die Folge: effektive Steuersätze von 70-90%.

Durch die Umstufung auf Schedule III würden US-Cannabis-Unternehmen jährlich geschätzt 2,3 Milliarden Dollar sparen.

Doch es gibt einen Haken: Selbst wenn die Umstufung kommt, ist unklar, ob die 280E-Entlastung sofort greift. Die Industrie geht davon aus, dass die Entlastung erst nach einer finalen DEA-Regel kommt – und das kann Monate oder Jahre dauern.

Die Republikaner-Rebellion

48 republikanische Kongressabgeordnete unterzeichneten Briefe gegen die Umstufung. Darunter House Speaker Mike Johnson und Senator John Barasso.

Ihr Argument: Cannabis sei eine gefährliche Droge ohne medizinischen Nutzen. Die Umstufung würde den "War on Drugs" untergraben.

Bill Barr verklagt Trump

Eine führende Cannabis-Gegner-Gruppe hat Bill Barr engagiert – Trumps eigenen Ex-Justizminister. Barr soll klagen, falls die DEA die Umstufung finalisiert.

Was bedeutet das?

Der Zeitplan bleibt unklar. Die DEA könnte den Biden-Prozess fortsetzen – oder ihn komplett neu starten. Selbst das schnellste Verfahren dürfte Monate dauern.

Für die Cannabis-Industrie heißt das: Abwarten. Die erhoffte Steuerersparnis wird kommen – aber wann, weiß niemand.

Zum Weiterlesen

Ausführliche Version: Trump ordnet Cannabis-Umstufung an – aber die DEA bremst – alle Details