Vorsicht: CDU/SPD planen das mit Cannabis
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Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD (Frühjahr 2025) ließ Cannabis-Befürworter aufatmen: Kein Rückbau des KCanG. Jetzt steht der entscheidende Moment bevor – denn bis April 2026 muss die Regierung einen Zwischenbericht zu den Auswirkungen des Gesetzes vorlegen. Das wird die Cannabis-Politik der nächsten Jahre prägen.
Was der Koalitionsvertrag zu Cannabis tatsächlich sagt
Der Hanfverband hat es bereits betont: Die Koalition hält am Cannabisgesetz fest. Keine Abschaffung, keine Rückabwicklung der Social Clubs. Stattdessen: Evaluation. Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, die Auswirkungen des KCanG wissenschaftlich zu untersuchen.
Zwei Berichte sind geplant:
- Zwischenbericht bis April 2026 – fokussiert auf Auswirkungen auf organisierte Kriminalität, Jugendschutz und Gesundheit
- Abschlussbericht bis April 2028 – umfassende Gesamtbewertung
Warum der April-Bericht so wichtig ist
In weniger als vier Wochen liegt der erste Zwischenbericht vor. Was drinsteht, könnte die politische Debatte neu entfachen. Zeigt der Bericht positive Entwicklungen – weniger Schwarzmarkt, stabile Jugendschutzlage – hat die Community Argumente für eine Ausweitung. Fällt er negativ aus, bekommen CDU-Hardliner Munition für Einschränkungen.
Der Hanfverband ist optimistisch und begrüßt das Festhalten am Gesetz ausdrücklich. Social Clubs haben sich bewährt: Über 400 Anträge wurden bundesweit gestellt, 83 sind genehmigt – die Clubs existieren und arbeiten legal.
Was das für Eigenanbau und Clubs bedeutet
Für Konsumenten ist die Lage stabil: 3 Pflanzen Eigenanbau bleibt legal. Social Clubs mit bis zu 500 Mitgliedern sind weiter erlaubt. Eine Verschärfung der Genehmigungsverfahren ist bisher nicht beschlossen, aber politisch im Gespräch.
Wer eine Club-Mitgliedschaft plant oder einen Club gründen möchte: Die Rechtslage ist jetzt klar – wartet nicht auf den Bericht im April, denn bis der politische Effekt einsetzt, vergehen Monate.
Der internationale Druck wächst
Tschechien diskutiert kommerziellen Verkauf, Luxemburg baut seinen Markt weiter aus. Wenn Nachbarländer regulierte Abgabe etablieren, wird der Druck auf Berlin steigen – unabhängig von den Zwischenbericht-Ergebnissen.