Bayern will Cannabis-Legalisierung kippen – Das Wichtigste
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Was ist passiert?
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) fordert die komplette Rücknahme der Cannabis-Legalisierung. "Dieser Fehler muss 2026 korrigiert werden", sagte sie der Augsburger Allgemeinen.
Die CSU will statt Legalisierung auf Aufklärung setzen: 2026 startet das Projekt "Mindzone" an Universitäten und eine Smartphone-App zur Drogenprävention.
Das Wichtigste in Kürze
- CSU fordert Rücknahme der Cannabis-Legalisierung bis 2026
- Koalitionsvertrag sieht keine Rücknahme vor – nur Evaluierung
- SPD blockiert CSU-Pläne und hält an Reform fest
- Erster Zwischenbericht soll April 2026 kommen
- Konsum bei Erwachsenen leicht gestiegen, bei Jugendlichen leicht gesunken
Warum das wichtig ist
Für 4-5 Millionen regelmäßige Cannabis-Konsumenten in Deutschland steht viel auf dem Spiel. Eine Rücknahme würde sie wieder kriminalisieren.
Doch politisch ist eine Rücknahme unwahrscheinlich. Die SPD blockiert die CSU-Pläne. Der Koalitionsvertrag sieht nur eine "ergebnisoffene Evaluierung" vor – keine Rücknahme.
Die Zahlen sprechen eine andere Sprache
Eineinhalb Jahre nach der Legalisierung zeigen die Daten: Bei Erwachsenen nahm der Konsum leicht zu, bei Jugendlichen sogar leicht ab.
Das zentrale CSU-Argument – Cannabis-Legalisierung führe zu massiv steigendem Konsum bei Jugendlichen – wird durch die Datenlage nicht gestützt.
Was passiert jetzt?
Ein erster Zwischenbericht zur Evaluierung wird für April 2026 erwartet. Er konzentriert sich auf die Auswirkungen auf die organisierte Kriminalität.
Realistisch betrachtet dürfte die Cannabis-Legalisierung vorerst Bestand haben. Bayern wird weiter auf Konfrontationskurs gehen – mit Verbotszonen und symbolischer Politik. Doch eine bundesweite Rücknahme ist unwahrscheinlich.
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