Trump plant Cannabis-Umstufung – Das Wichtigste
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Was ist passiert?
Am 10. Dezember 2025 hat US-Präsident Donald Trump Führungskräfte der Cannabis-Industrie ins Weiße Haus eingeladen. Bei dem Treffen kündigte er an, Cannabis von "Schedule I" auf "Schedule III" umstufen zu wollen.
Das klingt kompliziert, ist aber wichtig. Denn diese Änderung würde der Cannabis-Industrie in den USA riesige Steuererleichterungen bringen – etwa 2,3 Milliarden Dollar pro Jahr.
Das Wichtigste in Kürze
- Trump plant, Cannabis von Schedule I auf Schedule III umzustufen
- Das würde die Cannabis-Industrie von hohen Sondersteuern befreien
- Die Ersparnis: 2,3 Milliarden Dollar pro Jahr
- Die Cannabis-Industrie hat Millionen an Trump gespendet
- Einen Monat zuvor hat Trump die Hanf-Industrie faktisch verboten
Was bedeutet "Schedule I" und "Schedule III"?
In den USA sind Drogen in verschiedene Kategorien eingeteilt. Das nennt sich "Schedule".
Schedule I: Die höchste Kategorie. Hier sind Drogen, die als sehr gefährlich gelten. Zum Beispiel Heroin. Auch Cannabis ist aktuell Schedule I.
Schedule III: Eine niedrigere Kategorie. Hier sind Stoffe, die auch medizinisch genutzt werden. Zum Beispiel bestimmte Schmerzmittel.
Wenn Cannabis zu Schedule III wird, gilt es nicht mehr als so gefährlich wie Heroin.
Was ist Section 280E?
Section 280E ist ein Steuergesetz aus dem Jahr 1982. Es sagt: Firmen, die mit Schedule-I-Drogen handeln, dürfen keine normalen Betriebsausgaben von der Steuer absetzen.
Das bedeutet:
- Cannabis-Firmen können Miete nicht absetzen
- Gehälter nicht absetzen
- Werbung nicht absetzen
- Nichts, was andere Firmen absetzen können
Das Ergebnis: Cannabis-Firmen zahlen effektiv 70% Steuern oder mehr. Normale Firmen zahlen nur 21%.
Wenn Cannabis zu Schedule III wird, fällt diese Sondersteuer weg.
Wer hat davon gewonnen?
Bei dem Treffen waren wichtige Personen:
- Kim Rivers – Chefin von Trulieve, einer der größten Cannabis-Firmen. Sie hat 750.000 Dollar an Trump gespendet.
- Charlie Bachtell – Chef von Cresco Labs
- Robert F. Kennedy Jr. – Gesundheitsminister
- Dr. Oz – Leiter einer Gesundheitsbehörde
Die Cannabis-Industrie hat insgesamt über 2 Millionen Dollar an Trump und seine Organisationen gespendet.
Gibt es Widerstand?
Ja. Viele Politiker der Republikanischen Partei sind gegen die Umstufung. Sie sagen: Cannabis ist gefährlich und sollte verboten bleiben.
Zwei republikanische Senatoren haben schon ein Gesetz vorgeschlagen. Es würde die Steuererleichterung blockieren – selbst wenn Cannabis zu Schedule III wird.
Auch der Speaker des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, ist dagegen. Trump hat ihn während des Treffens angerufen. Johnson war nicht begeistert.
Was ist mit der Hanf-Industrie?
Hier wird es merkwürdig: Einen Monat vor diesem Treffen hat Trump ein Gesetz unterschrieben, das die Hanf-Industrie faktisch zerstört hat.
Die Hanf-Industrie war 28 Milliarden Dollar wert und hatte über 300.000 Arbeitsplätze. Jetzt ist sie praktisch tot.
Gleichzeitig gibt Trump der großen Cannabis-Industrie 2,3 Milliarden Dollar Steuererleichterungen. Viele sagen: Das ist unfair.
Was bedeutet das für Deutschland?
Direkt wenig. Aber es zeigt, wie Politik funktioniert: Wer Geld gibt, bekommt Vorteile.
In Deutschland gibt es ähnliche Diskussionen. Große Pharma-Firmen haben viel Einfluss auf die Cannabis-Politik. Kleine Hanf-Firmen und Cannabis-Social-Clubs haben weniger Einfluss.
Wie geht es weiter?
Trump muss jetzt eine "Executive Order" unterschreiben. Das ist ein präsidentieller Erlass. Damit würde er die Behörden anweisen, Cannabis umzustufen.
Das kann dauern. Und der Kongress könnte es blockieren. Aber wenn es passiert, ist es ein historischer Schritt für die Cannabis-Industrie in den USA.
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▸ Quellen & Archive (Wayback Machine)
Die folgenden Quellen wurden für diesen Artikel verwendet und zur Langzeitarchivierung an die Wayback Machine übermittelt:
- Washington Post: Trump Marijuana Reclassification
- MJBizDaily: Trump Close to Rescheduling
- Cannabis Business Times: Senators Work to Stop 280E Relief
- MJBizDaily: Industry Investments Pay Off